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Ostalpen-Weide

(Salix alpina)

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5 — 30 cm indigen LC
Blätter
Synonyme: Salix jaquinii, Salix mysinites ssp. alpina. Chamaephyt, sa-alp. Die verholzten Triebe sind oberirdisch und flach ausgebreitet. Die spitzen oder auch stumpfen, ganzrandigen Blätter des niederliegenden bis aufsteigenden Spalierstrauches sind anfänglich behaart, später am Rand und auf der Mittelrippe nur mehr spärlich behaart. Die Blätter haben bogige Seitennerven mit deutlichen Netznerven (Lit). Die geschützte Art kommt im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer außer Vorarlberg, Wien und Burgenland vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blätter
 
 
Behaarung
 
 
Salix alpina
 
 
 
 
Salix alpina
 
 
Salix alpina
Altes Kätzchen und Knospen. Aufnahmen: 28.08.2008 am Schrocken

 

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"409. S. Myrsinites. L. spec. (Myrthenblättrige W.)
Strauch, niedergestreckt, 3—6' hoch, mit knorrig-ästigem, ausgebreitetem Stamme und dunkelgrasgrünem, rasenartigem Blattwerke. Blätter elliptisch oder verkehrteiförmig, stumpflich, spitz oder kurzzugespitzt, ganzrandig, seltner gesägt, beiderseits gleichfarbig und glänzend, jung: seidigglanzhaarig, später fast kahl, weich, klein, 6 — 10''' lang, 3 — 6''' breit; Nebenblätter meist fehlend. Kätzchen seitenständig, an der Spitze verlängerter, beblätterter Seitentriebe. Kätzchenschuppen 2färbig, an der Spitze schwärzlich. Männliche Kätzchen sehr klein, bei 6''' lang, im Blühen gelb, Staubfäden 2, getrennt, Staubkölbchen anfangs purpurn, dann gelb, verblüht: schwärzlich. Weibliche Kätzchen grau, mit purpurner Schminke, die fruchttragenden bis 10''' lang, der langen, beblätterten Stiele halber endständig erscheinend; Fruchtknoten eikegelförmig, mehr minder seidig behaart (im Alter als Kapseln kahl), sitzend oder sehr kurz gestielt, Honigdrüse über die Basis des Fruchtknotens hinauf reichend, Griffel verlängert, purpurn. Narben abstehend. Reife Kapseln grün.
Juni— Juli


Aendert ab:

  • α integrifolia. Neilr. (S. fusca Jacq. — S. Myrsinites Hoffm. — S. Jacquinii Host. — S. Jacquiniana W.) Blätter ganzrandig, am Rande langhaarig gewimpert, im Alter oft verkahlend.
  • β serrata. Neilr. (S. Myrsinites fl. dan. — S. Jacquiniana Sturm.) Blätter fast lederig, vollkommen kahl, sehr zierlich, netzaderig, am Rande kleindrüsig gesägt.

α Auf höheren Kalkalpen (5000—7000'). Am hohen Nock, am hohen Sengs, am kleinen und grossen Priel in der Krummholzregion, am grossen Pyrgas, am Lahnafelde, auf der Speikwiese bis zum Plateau des Warschenegg’s, am Höllengebirge.
β Bisher nur an der Südseite des Steins am Dachsteingebirge (zu Folge Mittheilung Pr. Kerner’s) von Neilreich gefunden."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 350), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 28.09.2026

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